Auf dieser Webseite feiern wir, mit großer Freude und Stolz, das 125-jährige Bestehen unseres Unternehmens und würdigen damit die Geschichte der Gründerfamilie und der Bauknecht Gruppe. Mit Sicherheit gibt es nicht viele vergleichbare Unternehmen, deren Geschäftsmodell im Laufe der Zeit wiederholt durch disruptive Technologien bedroht oder gar ersetzt wurde. Als Praxisbeispiel aus unserer Firmengeschichte sei an dieser Stelle die digitale Transformation im betrieblichen Rechnungswesen angeführt:
Das mühsame Im-Kopf-Addieren von Rechenvorgängen wurde im 17. Jahrhundert durch eine neue Erfindung vereinfacht: Die Rechenmaschine, ein Hilfsmittel, das anfangs per Hand betrieben wurde und mathematische Berechnungen ermöglichte.
Durch die Erfindung der Schreibmaschine im Jahr 1821 konnten Geschäftsvorfälle maschinell auf Buchungsblättern erfasst werden. 1930 kam die Buchungsmaschine auf den Markt – eine Kombination aus Schreibmaschine und Rechenmaschine. Dadurch konnten Geschäftsvorfälle nun an einem einzigen Gerät berechnet und maschinell erfasst werden.
Mit der Entwicklung des ersten Computers 1941 eröffneten sich für die Buchhaltung neue Wege der Aufzeichnung und Verwaltung. Weg von der maschinellen Buchungsmaschine hin zur elektronischen Datenerfassung am PC. Heute existieren hochmoderne Software-Lösungen für das Rechnungswesen, die Daten unabhängig vom Standort in der Cloud speichern.
Doch damit nicht genug: Das Buchen von Vorgängen wird sich über kurz oder lang auf ein Minimum reduzieren. Routinemäßige Buchhaltungsarbeiten können durch Robotic Accounting ersetzt werden und eingehende Informationen werden von intelligenten E-Invoice-Systemen analysiert und möglichst sofort abgearbeitet.
Wie an diesem Beispiel eindrucksvoll deutlich wird: Mit der entsprechenden Weitsicht und dem richtigen Gespür für den Markt, ist es uns immer wieder erfolgreich gelungen, unsere Geschäftsmodelle anzupassen oder gar neu zu erfinden. Den Wandel nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu verstehen, ist in der DNA und Kultur unseres Unternehmens fest verankert und hat unsere Resilienz nachhaltig gestärkt. So blicken wir einerseits zurück, auf eine bewegte Vergangenheit und andererseits voller Tatendrang nach vorne, in eine positive Zukunft, die wir auch weiterhin aktiv gestalten wollen und werden.
Es war im November 1896, als sich Karl Bauknecht entschloss, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und in der Oberndorfer Straße 51 eine kleine Buchbinderei mit Papierwarenhandel gründete.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Sohn des Firmengründers, ebenfalls mit Namen Karl, zusammen mit seiner Ehefrau Dorothee das elterliche Geschäft. Nach mehreren Umbauten war es möglich neben Schreibwaren auch Bücher und Spielwaren anzubieten.
Das Produktportfolio wurde um Büromaschinen erweitert.
Das Produktportfolio wurde um Buchungsautomaten erweitert.
Ulrich Bauknecht, Enkel des Firmengründers, trat in das operative Geschäft ein. Mit viel Mut und Umsicht brach er mit der Tradition der Buchbinderei und widmete sich, nach dem Abschluss des Handelsfachwirtes, speziell der Bürobranche. Er nahm Schreib- und Rechenmaschinen in das Firmenprogramm auf und nutzte die „Revolution“ im Bürosektor für die Erweiterung der Firma.
Ulrich Bauknecht verkaufte an die Firma Roth in Niedereschach seinen ersten Computer (Ruf-System 90) und legte damit den Grundstein für den Einstieg des Unternehmens in die EDV-Branche.
Das Produktsortiment wurde um Frankiermaschinen erweitert und damit die Partnerschaft mit der FRAMA GmbH begründet.
Ulrich Bauknecht verkaufte sein erstes PC-System (IBM Model 5150) und wurde in der Folge einer der ersten IBM Vertragshändler für Personal Computer in Baden-Württemberg.
Im Jahr 1985 begann die Partnerschaft mit der KHK Software GmbH (Vorläufer der heutigen Sage GmbH). Dies war der Grundstein für den Geschäftsbereich Business-Software-Lösung. Bei den Produkten handelte es sich damals um die KHK Classic Line (MS-DOS basierende Auftragsbearbeitung und Finanzbuchhaltung) und das KHK Handwerkerpaket.
Die gestiegene Komplexität und Heterogenität in den einzelnen Produktbereichen und der dadurch notwendig gewordene Spezialisierungsgrad veranlassten Ulrich Bauknecht die “Bauknecht GmbH – alles für´s Büro” in eine Holding-Struktur zu überführen und sechs eigenständige Gesellschaften zu schaffen: Bürobedarf, Kopiersysteme, Servicetechnik, Schreibsysteme, EDV-Programmierung, Computerservice und Büromöbel.
Neue Technologien und die Bestrebung als Vollsortimenter alle Bürosparten abdecken zu wollen verlangten bald nach mehr Raum, sodass im Jahr 1990 in der Rottweiler Straße ein Neubau mit 1.700 Quadratmeter Büro- und Ausstellungsfläche bezogen wurde. Unter der Führung von Ulrich Bauknecht entwickelte sich das Unternehmen zu einem der führenden Büromärkte in Baden-Württemberg.
Die Bauknecht EDV-Programmierung GmbH veröffentlichte unter dem Namen “Softfolio PPS” die erste Version, der in die KHK Office Line integrierten Software-Lösung zur Produktionsplanung und -steuerung.
Um Cross-Selling Potenziale und Synergieeffekte zwischen den einzelnen Produkt- und Marktsegmenten besser erschließen zu können, erfolgte eine Zusammenlegung der Geschäftsbereiche Bürobedarf und Büromöbel zur Bauknecht Produkte & Organisation GmbH. Zudem wurden die Geschäftsbereiche Schreibsysteme, Computerservice und EDV-Programmierung zur Bauknecht Computerservice GmbH fusioniert und die Geschäftsbereiche Servicetechnik und Kopiersysteme gingen in der Bauknecht Druck- und Kopiersysteme GmbH auf.
Die Version 1.0 des Softfolio CRM erschien auf den Markt. Es handelt sich dabei um ein Addon zur Sage Office Line für die Bereiche Vertrieb, Marketing, Projekt- und Servicemanagement.
Die Bauknecht Hausgeräte GmbH verlangte in einer Unterlassungsklage, dass der Name Bauknecht nicht mehr hervorgehoben werden darf. Dadurch entstehen die Umfirmierungen in “Bauknecht jetoffice” für die Sparte “Bürobedarf und Büromöbel” und “Bauknecht softfolio” für die damalige Bauknecht Computerservice.
Bauknecht Softfolio ließ sich als Microsoft Partner autorisieren. Diese Autorisierung besteht bis heute als Microsoft Gold Partner.
“Aus 1 mach 3”: Das rasante Wachstum im Soft- und Hardwareumfeld erforderte eine dezidiertere Adressierung der vertikalen Zielmärkte. Getreu dem Motto “structure follows strategy” wurde die Bauknecht Softfolio GmbH (ehemalige Bauknecht Computerservice) daher in drei rechtlich selbstständige Einheiten aufgeteilt: Bauknecht Softfolio.pps GmbH, Bauknecht Softfolio.crm GmbH und Bauknecht Softfolio.edv GmbH.
Im Rahmen eines Asset-Deals kauft Sage die Produktlinie Softfolio PPS und vermarktet diese fortan als Sage Office Line Produktion.
Bauknecht Softfolio erhält den Award “Sage Topseller” und wird damit als der erfolgreichste Sage Business Partner im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dieser Erfolg konnte in den Folgejahren mehrfach wiederholt werden und besteht bis heute in der Auszeichnung “Sage Platinum Reseller” fort.
Die Bauknecht Softfolio.edv GmbH erweiterte ihr Produkt- und Leistungsportfolio um Softwarelösungen für Kanzleien und wird Partner der RA-MICRO Software AG.
Im Rahmen einer Verkaufsprozessstudie, die mittels Testkunden durchgeführt wurde, wurde Bauknecht Softfolio für herausragende Leistungen in der Software-Beratung ausgezeichnet.
Das erste und zweite Obergeschoss im Firmengebäude Rottweiler Str. 12 wurden grundlegend modernisiert. Es entstanden ergonomische, flexible und lichtdurchflutete Arbeitsplätze.
Durch das rasante Wachstum im Geschäftsbereich “Business-Software-Lösungen” reichten die Räumlichkeiten in der Rottweiler Str. 12 nicht mehr aus. Die Bauknecht Softfolio.crm GmbH bezieht daher einen Neubau in der Rottweiler Str. 56.
Der große Erfolg der Produktlinie Softfolio CRM (das zu dieser Zeit meistverkaufte Sage-Addon in Deutschland) führte dazu, dass Sage, im Rahmen eines Asset-Deals, das Produkt kaufte und in sein Portfolio übernahm und seither als Sage 100 xRM vermarktet.
Das dritte Obergeschoss im Gebäude der Rottweiler Str. 12 wurde umfassend modernisiert. Es entstanden neue Büros und ein großzügig gestalteter Gemeinschaftsraum.
Bauknecht Softfolio launchte das neue Produkt “Softfolio e-Invoice”. Es handelt sich dabei um eine in die Sage 100 integrierte Lösung zur Belegerkennung und digitalen Verarbeitung von Eingangsrechnungen.
Vor dem Hintergrund der Unterlassungsklage der Bauknecht Hausgeräte GmbH wurde im Jahr 2000 das ursprüngliche Bauknecht-Logo angepasst und der Namenszusatz “softfolio” in die Bildmarke integriert. Bei “softfolio” handelt es sich um ein Kunstwort, das aus den Begriffen soft(ware) und folio (historisches Papierformat) zusammengesetzt ist und dadurch unsere Unternehmenswurzeln als Buchbinderei und unsere Gegenwart als IT-Systemhaus miteinander verbindet.
Überarbeitung im Jahr 2009
Im Jahr 2009 traten unter dem Markennamen Bauknecht softfolio zwischenzeitlich fünf unterschiedliche Unternehmen am Markt auf. Entsprechend unübersichtlich wurde der Auftritt der gesamten Firmengruppe nach außen. Daher wurde das bestehende Logo überarbeitet, um unseren Kunden und Geschäftspartnern ein konsistentes Bild der Unternehmensgruppe zu vermitteln, aber gleichzeitig auch die Zuständigkeiten klar abgrenzen und zuordnen zu können. Entstanden ist dabei das aktuell verwendete Bauknecht Softfolio Logo. Mittels des farbigen Vierecks, in Kombination mit einem entsprechenden Namenszusatz (.edv, .pps), wurde kenntlich gemacht, um welches konkrete Unternehmen es sich handelt. Mit diesem Konzept traten die einzelnen Firmen homogen am Markt auf, konnten sich aber gleichzeitig heterogen, als sogenannte Softfolio Business-Unit, abgrenzen.
Die Konstellationen innerhalb der Softfolio-Unternehmensgruppe haben sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert und die ursprüngliche Idee des Logos aus dem Jahr 2009 letztendlich verwässert. Die beiden Unternehmen, Bauknecht Softfolio.edv GmbH und Bauknecht Softfolio.pps GmbH, haben das Firmenjubiläum daher zum Anlass genommen, ein gemeinsames Logo-Redesign durchzuführen. Ziel des Redesigns war es, sowohl die Vergangenheit, als auch die Zukunft aufzunehmen und in einer neuen, modernen Wortmarke aufgehen zu lassen.
Das neu gestaltete Logo verzichtet bewusst auf den Namenszusatz „Bauknecht“, um das Erscheinungsbild insgesamt “cleaner” zu halten. Um dennoch den Bezug zu den Unternehmenswurzeln nicht zu verlieren, übernimmt der Wortteil „soft“ den Schriftstil des originären Bauknecht-Logos und repräsentiert dadurch die Verbundenheit und Identität innerhalb der Bauknecht-Gruppe. Die gestalterische Trennung der Bereiche „soft“ und „folio“ unterstreicht zudem die Kontamination des Kunstwortes “softfolio”.
Die Farbgebung des Wortteils „soft“ in Kombination mit dem farblich abgesetzten, rechteckigen Punkt beim „i“ des Wortteiles „folio“ nimmt die Grundidee aus 2009 wieder auf: Es verwendet das Farben- und Formenkonzept des bisherigen Logos und sorgt damit für eine visuelle Unterscheidung der beiden Unternehmen in der Außendarstellung. Auf eine weiterführende Differenzierung durch einen Firmenzusatz, wie im Logo aus dem Jahr 2009, wurde aus optischen Gründen verzichtet.